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News&Tipps
Kabinett beschließt Speicherung von TelekommunikationsdatenDie Bundesregierung hat den Gesetzentwurf zur sogenannten Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Telefongesellschaften und Internetprovider sollen nach der Gesetzesvorlage sechs Monate lang Daten zu allen Telefongesprächen, Internetverbindungen und E-Mails speichern. Bei Mobilfunkgesprächen wird neben Datum, Uhrzeit und Gegenstelle des Gesprächs auch der Standort des Anrufenden gespeichert. Die Daten über Internetverbindungen sollen Hinweise zu aufgerufenen Seiten ausschließen. Auf die Daten zugreifen dürfen Polizei und Staatsanwaltschaft bei der Verfolgung schwerer Straftaten.
Datenschützer warnen angesichts des Gesetzentwurfs vor einem "gläsernen Bürger". "Mit Hilfe der gespeicherten Daten können Bewegungsprofile erstellt, geschäftliche Kontakte rekonstruiert und Freundschaftsbeziehungen identifiziert werden. Auch Rückschlüsse auf den Inhalt der Kommunikation, auf persönliche Interessen und die Lebenssituation der Kommunizierenden werden möglich.", befürchtet der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. Kritik wird aber auch aus den Reihen der Koalitionsparteien CDU, SPD und CSU laut. (2007-04-18)
Quellen/Links: golem.de Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
E-Mail-Client Thunderbird 2.0 erschienenMozilla hat die neue Version des E-Mail-Programms Thunderbird veröffentlicht. Thunderbird 2.0 hat eine neue Benutzeroberfläche und bietet einige neue Funktionen zur E-Mail-Verwaltung. (2007-04-18)
Quellen/Links: mozilla.org
Online-Händlern drohen neue AbmahnungenNach zwei neuen Gerichtsurteilen drohen Betreibern von Online-Shops neue Abmahnwellen. Das Hanseatische Oberlandesgericht hat bei den Geschäftsbedingungen zum Widerrufsrecht die Formulierung "Unfrei zurückgesandte Waren werden nicht angenommen" beanstandet. Nach § 357 Abs. 2 S. 2 BGB müsse der Verkäufer die Rücksendekosten in jedem Fall übernehmen, wenn der Warenwert 40 Euro übersteigt. Das Kammergericht Berlin hat entschieden, dass ungenaue Angaben zu Lieferfristen mit Formulierungen wie "in der Regel" oder "circa" unwirksam sind. (2007-04-16)
Quellen/Links: golem.de
Gerichtsurteil fordert deutliche Hinweise auf Kosten für InternetdiensteDas Münchner Amtsgericht hat mit einem rechtskräftigen Urteil entschieden, dass keine Zahlungspflicht für auf Webseiten angebotene Dienste besteht, wenn die Hinweise auf die Kosten nur im "Kleingedruckten" und in den AGBs stehen. Die Klägerin in dem Gerichtsverfahren bietet auf mehreren Webseiten unterschiedliche Dienstleistungen an. Die Beklagte sollte 30 Euro für die Berechnung ihrer persönlichen Lebenserwartung bezahlen. Das Amtsgericht entschied zu Gunsten der Beklagten, da das Erscheinungsbild der Webseite die Kostenpflicht verschleierte. Auf der betreffenden Webseite standen die Hinweise auf die Kosten von 30 Euro für den Dienst nur sehr unauffällig unterhalb des Anmelde- und Bestellformulars und in den AGBs. (2007-02-19)
Quellen/Links: golem.de
Neues Telemediengesetz: wenig Datenschutz, keine konsequente Spam-VerfolgungDer Bundestag hat mit dem Telemediengesetz einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für Internetangebote beschlossen. Das Gesetz bringt einen erweiterten Pflichtenkatalog für Webseitenbetreiber: alle Angebote, die "nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen", müssen ein Impressum vorweisen und journalistischen Sorgfaltspflichten nachkommen. Bei der Vernachlässigung der Sorgfaltspflichten müssen Gegendarstellungen veröffentlicht werden, Abmahnungen drohen beim Vermischen von redaktionellen Inhalten und Werbung.
Während die Notwendigkeit einer einheitlichen Internetgesetzgebung von allen politischen und gesellschaftlichen Kräften gesehen wird - zuvor unterlagen Internetangebote dem Bundesrecht für Teledienste und dem Landesrecht für Mediendienste - treffen Kernpunkte des Gesetzestextes auf eine harte Kritik. Datenschützer kritisieren, dass staatliche Behörden wie Polizei und Geheimdienst im Verdachtsfall Daten über Internetaktivitäten von Nutzern ohne gerichtlichen Beschluss anfordern können. Auch Firmen oder Personen, die die Verletzung ihrer Rechte am geistigen Eigentum vermuten, dürfen von den Internetanbietern die Herausgabe sensibler Kundendaten fordern.
Die oppositionellen Bündnisgrünen bezweifeln, dass das Telemediengesetz einen Durchbruch bei der Bekämpfung von Spam bringt. Vor der Verabschiedung des Gesetzes hatten die Grünen eine eindeutige Kennzeichnung von Werbemails und eine strafrechtliche Verfolgung von Spam gefordert. Nach dem Telemediengesetz ist das unaufgeforderte Zusenden von Werbemails nur eine Ordnungswidrigkeit, die in den Zuständigkeitsbereich von Landratsbehörden und Senatskanzleien fällt. (2007-01-22)
Quellen/Links: de.internet.com, 18.01.2007 de.internet.co, 17.01.2007 tagesschau.de (mit Link zum Text des Telemediengesetzes)
Datenschutzbeauftragter gegen Online-Durchsuchung von PCsDer Bundesbeauftragte für den Datenschutz Peter Schaar hat Forderungen kritisiert, die Online-Durchsuchung von privaten Computern zu legalisieren. Zu den Befürwortern einer Legalisierung gehört Innenminister Schäuble. Das Bundeskriminalamt hat bereits in einigen Fällen online auf Festplatten von Verdächtigen zugegriffen. Diese Praxis wurde vom Bundesgerichtshof für illegal erklärt. Nach dem Urteil ist die Beweissicherung in Hacker-Manier nicht mit anderen Maßnahmen wie Hausdurchsuchungen vergleichbar. (2006-12-28)
Quellen/Links: golem.de "Die Polizei als Hacker" (die tageszeitung) Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Mozilla beseitigt SicherheitslückenDie Mozilla-Entwickler haben einige zum Teil kritische Sicherheitslücken in den Programmen Firefox, Thunderbird und SeaMonkey beseitigt. Ein Update auf die aktuellen Versionen Firefox 2.0.0.1, Thunderbird 1.5.0.9 und Seamonkey 1.0.7 wird dringend empfohlen. (2006-12-20)
Quellen/Links: heise online Mozilla Foundation
Grüne fordern härteres Vorgehen gegen SpamBündnis 90/Die Grünen setzen sich im Rahmen des geplanten Telemediengesetzes für ein konsequenteres Vorgehen gegen Spam im Sinne des Verbraucherschutzes ein. Das Zusenden unaufgeforderter Werbemails soll in Zukunft als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. (2006-11-23)
Quellen/Links: golem.de
GEZ-Gebühr für Internet-PCs kommt Anfang 2007Die Ministerpräsidenten haben die Einführung der Rundfunkgebührenpflicht für Computer und Handys mit Internetzugang beschlossen. Erhoben wird die ermäßigte Gebühr von 5,52 Euro pro Monat ab dem 1. Januar 2007. Von der neuen Regelung betroffen sind in erster Linie Freiberufler und Selbstständige. Eine "Zweitgerätefreiheit" gilt für alle Privathaushalte und Gewerbetreibende, die schon Rundfunkgebühren bezahlen. (2006-10-20)
Quellen/Links: golem.de
Internet Explorer 7 ist daMicrosoft hat die Entwicklung des Internet Explorers, Version 7 (IE) abgeschlossen und stellt das Programm auch in deutscher Sprache zum Download bereit. Die im Vergleich zu Konkurrenzbrowsern hoffnungslos veraltete Version 6 wurde über mehrere Jahre nicht grundlegend weiterentwickelt.
Der IE7 bietet eine neu gestaltete Benutzeroberfläche, Tabbed Browsing (Darstellung mehrerer Webseiten in einem Fenster mit Reitern), Lesen von RSS-Feeds, eine verbesserte Druckfunktion und einen Popup-Blocker. Zu den neuen Sicherheit-Features gehört ein Phishing-Filter. (2006-10-19)
Quellen/Links: golem.de Microsoft/Internet Explorer 7
66 Prozent der Deutschen onlineNach der jüngsten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zur Internetnutzung haben zwei Drittel der Bundesbürger über 18 Jahren einen Zugang zum Internet. Im Vorjahr lag der Wert bei 64 Prozent.
Bei der Internetnutzung stehen kommerzielle Angebote im Vordergrund: 69 Prozent vergleichen im Internet Preise, 60 Prozent bestellen in Online-Shops und 50 Prozent nutzen das Online-Banking. Politiknachrichten lesen 35 Prozent der Nutzer im Internet, Wirtschaftsnachrichten 30 Prozent.
Nach wie vor haben deutlich mehr Männer einen Internetzugang als Frauen (73 Prozent/60 Prozent) und mehr Westdeutsche sind online als Ostdeutsche (68 Prozent/59 Prozent). Bei den Bildungsgruppen gehen die Werte noch stärker auseinander: nur 26 Prozent der Deutschen mit Hauptschulabschluss und ohne Lehre haben einen Internetzugang, dagegen nutzen 85 Prozent der Hochschulabsolventen das Internet. (2006-10-05)
Quellen/Links: Forschungsgruppe Wahlen Online
Kampagne gegen Kriminalisierung von Privatkopierern öffnet virtuelles GefängnisDie Kampagne "Privat kopieren ist kein Verbrechen!" hat das erste Internet-Gefängnis der Welt gestartet. Bekennende Privatkopierer können in dem Gefängnis freiwillig eine Zelle beziehen.
Getragen wird die Kampagne gegen die Kriminalisierung von Privatkopierern von Campact, der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und dem Fairsharing-Netzwerk. Sie wendet sich gegen den aktuellen Gesetzentwurf zur Novellierung des Deutschen Urheberrechts, der keine Bagatellklausel mehr vorsieht. Wer kopiergeschützte Musik oder Filme rein privat und in geringem Umfang kopiert oder aus dem Internet downloaded wird mit kommerziellen Produktpiraten auf eine Stufe gestellt. Es drohen Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren. "Privat kopieren ist kein Verbrechen!" kritisiert auch, dass nach dem Gesetzentwurf Musik- und Medienkonzerne das Recht erhalten, von Internetserviceprovidern die Herausgabe persönlicher Daten der Kunden zu erzwingen, um sie dann mit Klagen überziehen zu können.
Die Beratungen über den Gesetzentwurf beginnen Ende Oktober im zuständigen Rechtsausschuss. (2006-10-05)
Quellen/Links: Privat kopieren ist kein Verbrechen!
Verbraucherschützer kritisieren geplante Urheberrechtsreform"Bei digitalen Medien sind Verbraucher nahezu ohne Rechte.", fasst der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) eine neue Studie zusammen. Der Verband fordert die Bundesregierung zu Korrekturen bei der zweiten Reformstufe des Urheberrechtsgesetzes auf, die bestehende Misstände nicht im Interesse der Verbraucher beseitige.
Der für den Verbraucher "rechtlose Raum" der digitalen Medienwelt (z. B. Downloadplattformen für Audio- und Videodateien) ist nach den Untersuchungen der Verbraucherschützer gekennzeichnet durch:
- undurchsichtige Nutzungsbedingungen (AGBs) und Einschränkungen der Nutzung, z. B. Bindung an bestimmte Wiedergabegeräte,
- Kopierschutzsysteme, die das Recht des Verbrauchers auf Privatkopien unterlaufen und Kontrollsysteme (Digital Rights Management) die Datenschutz und IT-Sicherheit gefährden,
- eine zunehmende Kriminalisierung der Verbraucher und unangemessene Abmahn- und Gerichtsverfahren, auch gegen Kinder, die Filesharing betreiben, und ihre Eltern.
Mit der geplanten Urheberrechtsreform befürchtet der vzbv eine verstärkte Klagewut der Anbieter. Zu den geplanten Gesetzesänderungen gehören u. a. eine Verpflichtung der Internet Service Provider, Kundendaten bei vermuteten Urheberrechtsverstößen an an die Anbieter digitaler Medien zu übermitteln und die Androhung von bis zu dreijährigen Gefängnisstrafen für das unrechtmäßige Herunterladen bereits weniger urheberrechtlich geschützter Dateien aus dem Internet.
Die Verbraucherschützer fordern dagegen ein uneingeschränktes Recht auf Privatkopien, ein "Verbot von DRM- und Kopierschutzsystemen, die in das Betriebssystem eingreifen und Sicherheits- und Datenschutzrisiken verursachen" und Maßnahmen, die den Zugang zu Wissen und Kultur ermöglichen, z. B. durch die freie Nutzung digitaler Medien in Bibliotheken und Schulen.
Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen hat der vzbv die Anbieter iTunes und Deutsche TelekomAG /Musicload (MP3), Nero (Brennsoftware) und ciando (eBooks) wegen undurchsichtiger und unzulässiger Vertragsbedingungen abgemahnt. Die Verbraucher werden aufgerufen, im Rahmen der Kampagne für ein verbraucherfreundliches Urheberrecht Protestbriefe an Bundesregierung und Abgeordnete zu schicken. (2006-07-13)
Quellen/Links: Verbraucherzentrale Bundesverband heise online Europaweite Kampagne "Consumers Digital Rights"
OpenOffice.org 2.0.3 in Deutsch erschienenDie aktuelle Version des Office-Softwarepakets OpenOffice.org (2.0.3) bietet einige Detailverbesserungen und soll stabiler laufen und schneller starten. Die Einstellungen für den PDF-Export wurden erweitert. Die Office-Software installiert jetzt selbständig den deutschen Wortschatz.
OpenOffice.org ist ein Open-Source-Projekt und gilt als das wichtigste Konkurrenz-Produkt zu der Office-Suite von Microsoft. Zu den Programmen von OpenOffice.org gehören die Textverarbeitung Writer, die Tabellenkalkulation Calc, das Datenbankprogramm Base, das Grafikprogramm Draw und das Präsentationsprogramm Impress. Die Software kann kostenlos heruntergeladen und genutzt werden. (2006-07-03)
Quellen/Links: golem.de Downloadseite OpenOffice.org 2.0.3
In eigener Sache: Relaunch fluechtlingsrat-berlin.deZum Internationalen Tag des Flüchtlings 2006, am 20. Juni, hat der Flüchtlingsrat Berlin seine überarbeitete Website ins Netz gestellt. Design und Programmierung des Relaunchs: Henrik Weinhold/
www.webundprint.com.
Die aktuellen Leitthemen des Flüchtlingsrats werden auf der Startseite vorgestellt. Dazu gehören die Forderung nach einer großzügigen Bleiberechtsregelung für Flüchtlinge und die Arbeit der Berliner Härtefallkommission.
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt ist die Veröffentlichung ausländer- und sozialrechtlicher Gesetzestexte und Verordnungen. Die Website ist in den letzten Jahren zu einer wichtigen Arbeitshilfe für Flüchtlinge, Berater, Anwälte, Journalisten und politischen Entscheidungsträger geworden. Hohe Downloadzahlen von von bis zu 50.000 Dokumenten im Monat (1. Quartal 2006) bestätigen dies.
Im 25. Jahr seines Bestehens bittet der Flüchtlingsrat Berlin mit dem aktuellen Spendenaufruf "2.500 x 25 EURO für die Arbeit des Flüchtlingsrates" um Unterstützung. (2006-06-20)
Quellen/Links: Flüchtlingsrat Berlin
Kampagne gegen Internet-ZensurAmnesty International (AI) hat Ende Mai mit Unterstützung der englischen Zeitung "The Observer" eine Kampagne für die freie Meinungsäußerung im Internet gestartet. In einem Artikel für den Observer kritisierte die Direktorin von AI/UK, Kate Allen, die Zensur von Webseiten, Blogs und Foren in Ländern wie China, Iran, Turkmenistan, Tunesien, Israel, den Malediven und Vietnam:
"While the internet has brought freedom of information to millions, for some it has led to imprisonment by a government seeking to curtail that freedom. They have closed or censored websites and blogs; created firewalls to prevent access to information; and restricted and filtered search engines to keep information from their citizens."
Die Kampagne beleuchtet auch die Kooperation großer IT-Unternehmen - Yahoo!, Google und Microsoft - mit repressiven Regierungen bei der Internet-Zensur. In einigen Fällen habe diese Zusammenarbeit zur Inhaftierung von Menschen geführt, die in E-Mails ihre politische Meinungen frei geäußert haben.
Auf der Kampagnen-Website irrepressible.info kann eine Erklärung zur freien Meinungsäußerung im Internet unterzeichnet werden. AI will die Namensliste auf einer UN-Konferenz zur Zukunft des Internets im November 2006 überreichen. In den ersten fünf Tagen haben bereits 18.000 Menschen die Erklärung unterzeichnet. (2006-06-02)
Quellen/Links: irrepressible.info Artikel von Kate Allen in "The Observer"
Regierung plant Begrenzung pauschaler UrheberrechtsabgabenIm Rahmen der Urheberrechtsreform will die Bundesregierung pauschale Abgaben, die auf Geräte wie DVD-Brenner und Kopierer erhoben werden, auf maximal fünf Prozent des Verkaufspreises begrenzen. Die Mindereinnahmen sollen durch eine stärkere Verbreitung der digitalen Rechteverwaltungs (Digital Rights Management/DRM) ausgeglichen werden. Verwertungsgesellschaften wie die GEMA befürchten trotzdem sinkende Einnahmen und laufen Sturm gegen den Gesetzentwurf. Zu den Befürworten gehört der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Das Gesetz soll am 19. Mai 2006 im Bundesrat diskutiert werden. (2006-05-18)
Quellen/Links: golem.de Artikel "Digitale Rechteverwaltung", Wikipedia Bitkom
Internet Explorer 7: neue TestversionMicrosoft hat die 2. Beta-/Testversion des Internet Explorers 7 in deutscher Sprache veröffentlicht. Zu den Neuerungen gegenüber Internet Explorer 6 gehören das Browsen mit Tabs und News-Feed-Funktionen. Für mehr Sicherheit im Netz soll u. a. ein Anti-Phishing-Filter sorgen. Außerdem soll die Verarbeitung von Cascading Style Sheets und das Ausdrucken von Webseiten verbessert werden.
Softwareentwickler, Webdesigner und Internetnutzer, die die Betaversion testen, können Microsoft über eine Datenbank Fehler melden. Die Beta 2 des Internet Explorer 7 kann nur mit den Betriebssystemen Windows XP mit Service Pack 2, Windows XP 64-Bit Edition und Windows Server 2003 mit Service Pack 1 genutzt werden.
Die Entwicklung des Internet Explorer 7 soll in der zweiten Jahreshälfte 2006 abgeschlossen werden. (2006-05-04)
Quellen/Links: golem.de Downloadseite Internet Explorer 7
Verfassungsbeschwerde gegen GEZ-Gebühren für Internet-PCsGegen die Rundfunkgebührenpflicht für Computer mit Internetanschluss haben drei Freiberufler bzw. Gewerbertreibende vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe eine Verfassungsbeschwerde eingereicht. Von der zum 1. Januar 2007 erweiterten Rundfunkgebührenpflicht sind Freiberufler und Gewerbetreibende betroffen, die - wenn sie weder Fernseher noch Radio zum Empfang bereithalten - bisher keine Gebühren bezahlen müssen. Auch Computer mit Internetanschluss, die in Privatwohnungen beruflich genutzt werden, fallen unter die neue Regelung. Die Verfassungsbeschwerde wird finanziell durch Spenden von Einzelpersonen sowie durch die Bundesarchitektenkammer unterstützt. Die am 18. März 2006 in Frankfurt am Main gegründete Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler (VRGZ) organisiert die Interessen der Betroffenen (2006-04-01)
Quellen/Links: Presseerklärung des VRGZ
Neue Kampagne gegen SoftwarepatenteEin Bündnis von IT-Unternehmen lobt seit März den Anti-Preis "nosoftwarepatents-award" für besonders schädliche Softwarepatente aus. Auf der Website www.nosoftwarepatents-award.com kann monatlich eines von fünf Softwarepatenten gewählt werden, das vom Europäischen Patentamt ausgestellt wurde. Die Kampagne sieht die Gefahr, dass trotz der im Juli 2005 vom Europäischen Parlament abgelehnten EU-Richtlinie zu Softwarepatenten, tausende bereits erteilte Patente rechtlich durchsetzbar werden. Vor allem kleinen und mittleren IT-Unternehmen, die in der Vergangenheit die Softwareentwicklung vorangebracht haben, könne so ein beträchtlicher wirtschaftlicher Schaden entstehen und die zukünftige Entwicklung beeinträchtigen.
Im Monat März stehen unter anderem folgende Anwendungen, die durch ein europäisches Patent geschützt werden, zur Wahl: "Per Chipkarte bezahlen", "Kontextmenü", "Bildbearbeitung zeigt Zwischenergebnisse". Die in der Kampage versammelten Unternehmen, 1&1, GMX, mySQL, Red Hat und CAS Software, weisen darauf hin, dass die Patente trotz des seit 1973 geltenden Europäischen Patentabkommens ausgestellt wurden, das Patente auf Geschäftsmethoden und Programme für Datenverarbeitungsanlagen ausschließt. (2006-03-15)
Quellen/Links: nosoftwarepatents-award
100-Dollar-Laptop läuft mit LinuxDurch den offiziellen Einstieg des Linux-Distributors Red Hat ist die Initiative "One Laptop per Child" (OLPC) einen Schritt weiter gekommen. Red Hat will das Betriebssystem für den 100-Dollar-Labtop liefern, den OLPC Millionen Kindern in Schwellen- und Entwicklungsländern zur Verfügung stellen will. Außerdem erklärte sich Red Hat bereit, Schulungen, Support und Updates anzubieten. Der Labtop wurde am MIT Media Lab in Massachusetts entwickelt. Er soll in sieben Großprojekten in den Ländern China, Indien, Brasilien, Argentinien, Ägypten, Nigeria und Thailand eingesetzt werden. Für die Startphase ist eine Stückzahl von fünf bis 15 Millionen geplant. Hergestellt wird das Gerät mit 500-Mhz-AMD-Prozessor, Acht-Zoll-Display, Ein-Gigabyte-Flashspeicher und einer Handkurbel für die Stromversorgung vom taiwanischen Unternehmen Quanta. (2006-01-31)
Quellen/Links: golem.de One Laptop per Child (OLPC)
Windows-Patch gegen kritische SicherheitslückeMicrosoft hat auf eine Sicherheitslücke im Betriebssystem Windows mit der Bereitstellung eines Patches reagiert, das für Windows 2000 und neuere Versionen von der Microsoft-Webseite heruntergeladen werden kann. Anfang Januar war entdeckt worden, dass sich über manipulierte Grafikdateien vom Typ WMF schädliche Software auf Rechnern installiert hat, zum Beispiel Trojaner, die Phishing-Mails verbreiten. Allein durch das Aufrufen einer Internetseite mit einer manipulierten WMF-Datei ist eine Infizierung von PCs mit Schadsoftware möglich. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, unbedingt das Windows-Patch aufzuspielen und die Antivirus-Software zu aktualisieren. (2006-01-09)
Quellen/Links: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Bitkom kritisiert Urheberrechtsabgabe auf PCsAnlässlich eines Urteils des Oberlandesgerichts (OLG) München hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) eine pauschale Urheberrechtsabgabe auf Personal Computer kritisiert. Das OLG München hatte das Urteil des Landgerichts München in einem Musterprozess bestätigt, bei dem die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) gegen den Computerhersteller Fujitsu Siemens geklagt hatte. Das Urteil sieht eine Pauschale Abgabe von 12 Euro pro PC, Notebook und Server als Ausgleich für das erlaubte Kopieren von Texten vor. Seine Kritik begründet der Verband BITKOM unter anderem damit, dass bereits Urheberrechtsabgaben auf Computerkomponenten (CD/DVD-Brenner), -peripherie (Scanner) und Medien (CD/DVD-Rohlinge) bezahlt werden müssen, so dass sich die Abgaben für einen PC-Arbeitsplatz auf 150 Euro summieren können. Insgesamt sei das OLG-Urteil ein "herber Schlag gegen die Käufer, Händler und Hersteller von PCs". In letzter Instanz entscheidet der Bundesgerichtshof über die Abgabe. (2005-12-19)
Quellen/Links: BITKOM
Entwicklung des Browsers Firefox 1.5 abgeschlossenDie Version 1.5 des Open Source Browsers Firefox ist fertig. Das Mozilla Projekt bietet seit dem 29. November die "stabile" Version kostenlos zum Download an. In der Version 1.5 ist das Tabbed-Browsing von Firefox erweitert worden. Bereits gerenderte Webseiten speichert Firefox, so dass sie beim Verwenden der Buttons "Vor" und "Zurück" schneller erscheinen. Neu sind eine automatische Update-Funktion und einige Sicherheitsfeatures. In Deutschland hat Firefox einen Marktanteil von über 20 Prozent. (2005-11-30)
Quellen/Links: golem.de Mozilla Firefox
Wenige Breitbandanschlüsse in DeutschlandDeutschland hatte Ende 2004 nur 6,9 Millionen Nutzer von Breitband-Internetzugängen und lag damit im europäischen Vergleich auf den hinteren Rängen. Ursachen der geringen Marktdurchdringung (18 Prozent) waren nach einer Studie der "Mercer Management Consulting" der geringe Wettbewerb und die relativ hohen Preise. Mitte 2004 sei jedoch mit einigen Resell-Angeboten von DSL-Anschllüssen der Deutschen Telekom Bewegung in den Markt gekommen. Mittlerweile sei ein aggressiver Wettbewerb entstanden, der zu sinkenden Preise bei steigenden Bandbreiten geführt habe. Im ersten Halbjahr 2005 stieg die Zahl der Breitbandnutzer auf 8 Millionen an.
Hoffnungsträger für die Beitbandanbieter kann die Verbreitung von TV-Inhalten über das Internet werden. Insgesamt sieht die Studie aber zur Zeit einen geringen Bedarf an hohen Bandbreiten in Deutschland. (2005-10-28)
Quellen/Links: golem.de Mercer Management Consulting
Opera als Freeware
Der Internet-Browser Opera wird ab der Version 8.50 als Freeware vertrieben.
Bisher gab es von dem in Norwegen entwickelten Programm eine Adware-Variante
mit Werbefenster und eine kostenpflichtige Vollversion. Zum Umfang
von Opera gehören neben dem Browser mit Pop-Up-Blocker und Tabbed-Browsing
auch ein Download-Manager, ein E-Mail-Client, ein RSS-Reader und ein
Chat-Programm. In der ersten Woche nach der Veröffentlichung
wurde das Programm mehr als zwei Millionen mal heruntergeladen. Opera
soll nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Jon von Tetzchner langfristig
die Nummer zwei in dem Browser-Markt hinter dem Marktführer Microsoft
Internet Explorer werden. In der aktuellen Browserstatistik belegt
der ebenfalls als Freeware vertriebene Browser Firefox den zweiten
Platz. In Deutschland kommt Firefox nach einer Studie von Xiti Monitor
inwischen auf einen Marktanteil von über 25 Prozent (Europa:
15 Prozent, weltweit: 14 Prozent).
(September 2005)
Quellen/Links:
Opera
golem.de
XiTi Monitor
Neue Version des Browsers Firefox
Das Mozilla Projekt hat seinen Internet-Browser Firefox in der Version
1.5 Beta 1 veröffentlicht. Die Testphase wird mit der zweiten
Beta-Version und dem ersten Release Candidate fortgeführt, die
beide im Oktober 2005 erscheinen sollen. Die "stabile Version"
von Firefox 1.5 mit dem blumigen Beinamen "Deer Park" (Hirschpark)
soll noch in diesem Jahr fertig werden und Firefox 1.0.6 ablösen.
Zu den neuen Features von Firefox 1.5 gehören eine automatische
Update-Funktion, eine beschleunigte Navigation mit den Buttons "Vor"
und "Zurück", eine Neuordnung der Browser Tabs mit
"drag and drop", sowie die Möglichkeit, persönliche
Daten wie den Verlauf oder Cookies schnell und übersichtlich
zu entfernen. In Deutschland hat Firefox einen Marktanteil von über
20 Prozent.
(September 2005)
Quellen/Links:
golem.de
Mozilla
Firefox Project
"Link-Verbot" vor dem Verfassungsgericht
Der Heise Zeitschriften Verlag will gegen das "Link-Verbot"-
Urteil des Oberlandesgerichts München Verfassungsbeschwerde einlegen.
"heise online" hatte im Januar 2005 eine Nachricht über
die neue Version der Software "AnyDVD" veröffentlicht,
die den Kopierschutz von DVDs aufhebt, und einen Link zum Hersteller
von "AnyDVD" gesetzt. Acht Musikkonzerne wollten diesen
Bericht durch eine einstweillige Verfügung verbieten lassen.
Das Landgericht München ordnete in einem Urteil an, den Link
zu entfernen. Das Gericht folgte jedoch nicht der Argumentation der
Musikkonzerne, dass die Nachricht Werbung für die verbotene Anti-Kopierschutz-Software
sei und entschied, dass sie im Internet bleiben kann. Im Berufungsverfahren
bestätigte das Oberlandesgericht München das "Link-Verbot"
mit der Begründung, dass der Heise Verlag mit dem Link Verstöße
gegen das Urheberrecht unterstütze. Den "Kernbereich der
Pressefreiheit" sieht das Gericht durch das Verbot nicht beeinträchtigt.
Der Heise Verlag, der bis zum 12. September die Beschwerde beim Verfassungsbericht
einreichen muss, sieht dagegen Hyperlinks als einen unerlässlichen
Bestandteil des Online-Journalismus an. Die Pressefreiheit werde beeinträchtigt,
wenn Redakteure "in jedem Einzelfall genau prüfen müssen,
ob verlinkte fremde Inhalte die Rechte irgendeines Dritten verletzen
könnten."
(September 2005)
Quellen/Links:
heise
online
Starkes Wachstum für Online-Werbung
Die Werbewirtschaft erwartet für den Bereich Online-Marketing
im laufenden Jahr ein kräftiges Wachstum. Der Online-Vermarkterkreis
(OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) rechnet mit einer
Wachstumsrate von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Überdurchschnittlich
soll der Umsatz von Affiliate-Netzwerken und "semiprofessionell
vermarkteten Webseiten" steigen.
(August 2005)
Quellen/Links:
golem.de
BVDW
EU-Parlament lehnt Softwarepatente ab
Mit großerMehrheit hat das EU-Parlament in Straßburg die
Richtlinie der EU-Kommission zur Patentierbarkeit "computerimplementierter
Erfindungen" abgelehnt. 648 von 680 Parlamentariern stimmten
gegen die umstrittene Richtlinie, die zu einer generellen Patentierbarkeit
von Software in den EU-Ländern geführt hätte. Während
der mehrjährigen Auseinandersetzung über die Richtlinie
hatten sich harte Fronten gebildet: zu den Befürwortern zählten
in erster Linie die großen Software- und IT-Konzerne, zu den
Gegnern kleine und mittelständische Unternehmen und Open Source
Projekte. Ein Vorreiter für die Ausstellung von Softwarepatenten
in Europa ist das Europäische Patentamt, dass schon etwa 30.000
Patente auf "computerimplementierte Erfindungen"
ausgestellt hat.
Die "Foundation for a Free Information Infrastructure" zeigt
auf ihrer Website anhand eines Webshops, wieviele Features bereits
vom Europäischen Patentamt patentiert wurden: dazu gehören
der Webshop an sich, "Einkaufswagen", Dateiformate wie JPEG
oder MP3, FAQ-Datenbanken und vieles mehr.
(Juli 2005)
Quellen/Links:
heise
online
Foundation for
a Free Information Infrastructure
Browser Mozilla Firefox erreicht in Deutschland einen Marktanteil
von über 20%
Im Juni hat der Browser Mozilla Firefox dem Marktführer Internet
Explorer von Microsoft weitere Marktanteile abgenommen. Weltweit wird
Firefox von 8 Prozent der Internet-User eingesetzt (Vormonat: 7,38
Prozent). In Deutschland kommt der Browser sogar auf einen Marktanteil
von 21,6 Prozent.
Firefox ist wie das Mailprogramm Thunderbird und die Browser-Mailprogramm-Suite
Mozilla ein Open-Source-Projekt, bei dem eine offene Community den
frei zugänglichen Programmcode weiterentwickelt. Unterstützt
werden die Projekte von der Mozilla Foundation, die vom ehemaligen
Browser-Weltmarktführer Netscape gegründet wurde.
Der Netscape Browser führt inzwischen ein Schattendasein mit
1,64 Prozent Weltmarktanteil. Er setzt wie Firefox und die Mozilla-Suite
die Gecko-Engine zum Seitenaufbau ein.
(Juni 2005)
Quellen/Statistiken/Links:
heise
online
XiTi Monitor
Netapplications
Mozilla
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